Herz- und Schenkkreis: Rechtslage im Ausland

Übersicht

Schweiz

Auch in der Schweiz werden Schenkkreisveranstaltungen durchgeführt. Grundsätzlich ist dort von einem Verbot derartiger Schneeballsysteme, die als lotterieähnlich eingestuft werden, auszugehen. Art. 1 des Lotteriegesetzes bestimmt:
"Art. 1
1 Die Lotterien sind verboten.
2 Als Lotterie gilt jede Veranstaltung, bei der gegen Leistung eines Einsatzes oder bei Abschluss eines Rechtsgeschäftes ein vermögensrechtlicher Vorteil als Gewinn in Aussicht gestellt wird, über dessen Erwerbung, Grösse oder Beschaffenheit planmässig durch Ziehung von Losen oder Nummern oder durch ein ähnliches auf Zufall gestelltes Mittel entschieden wird."
Einen Straftatbestand beinhaltet Art. 38 Absatz 1 des Lotteriegesetzes. Dort heisst es:
"Art. 38
1 Wer eine durch dieses Gesetz verbotene Lotterie ausgibt oder durchführt, wird mit Gefängnis oder mit Haft bis zu drei Monaten oder mit Busse bis zu 10 000 Franken bestraft. Die beiden Strafen können verbunden werden.
2 Straffrei ist das Einlegen in eine Lotterie."
Nimmt ein Schweizer Bürger an einer Schenkkreisveranstaltung in der Bundesrepublik Deutschland teil, stellt sich mitunter die Frage, welches Gericht zuständig ist. Nach Art. 5 Nr. 3 des Übereinkommens über die gerichtliche Zuständigkeit und die Vollstreckung gerichtlicher Entscheidungen in Zivil- und Handelssachen ist für Ansprüche aus unerlaubter Handlung auch das Gericht des Tatorts international zuständig. Nimmt man einen Fall der unerlaubten Handlung an, so müssen Schweizer damit rechnen, auch vor einem deutschen Gericht auf Rückzahlung in Anspruch genommen zu werden. Dies ist insofern besonders prekär, da die Zustellung einer Klageschrift die Inanspruchnahme eidgenössischer Hoheitsträger erfordert. Dies kann für "Beschenkte" wiederum gleichsam nebenbei zur Einleitung eines Strafverfahrens wegen Verstoßes gegen Art. 38 des Lotteriegesetzes führen.
Zur Rechtslage in der Schweiz darf ergänzend noch auf das Urteil des Kassationshofes des schweizerischen Bundesgerichts vom 06.05.2006 - 6 P.69/2006 - und - 6 S.130/2006 /bri - verwiesen werden.
Organisieren Schweizer Staatsbürger einen Schenkkreis in Deutschland, so können sie unter Umständen vor deutschen Gerichten auf Rückzahlung verklagt werden (so etwa in dem Fall "Menschen helfen Menschen", LG Memmingen, Urt. v. 08.07.2008 - 2 O 340/08 -).

Polen

Rechtslage in Polen
von RA Frank Feser und Frau stud. iur. Karolina Jarzębska

Nach dem Gesetz über die Bekämpfung der unredlichen Konkurrenz vom 16.04.1993 und der Gesetzesergänzung von 05.07.2002 sind Schneeballsysteme in Polen verboten.
Artikel 17 des Gesetz über Bekämpfung die unredliche Konkurrenz verbietet Schneeballsysteme als Fall der unredlichen Konkurrenz. Artikel 24a des Gesetz über Bekämpfung die unredliche Konkurrenz sieht für die Organisation oder Leitung eines Schneeballsystems eine Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu acht Jahren vor.
Was zivilrechtliche Fragen anbetrifft, so verhält sich hierüber das Zivilgesetzbuch. Artikel 405 des Zivilgesetzbuches behandelt die ungerechtfertigte Bereicherung und bestimmt eine Rückzahlungsverpflichtung desjenigen, der ohne Rechtsgrundlage einen Gewinn erhält. Nach Artikel 413 des Zivilgesetzbuches ist ein Gewinn, der aus einem Spiel oder Tippspiel resultiert, zu erstatten, wenn das Spiel oder die Wette illegal ist.

Pyramidy finansowe w Polsce
Karolina Jarzębska

Zgodnie z ustawą z dnia 16 kwietnia 1993 roku o zwalczaniu nieuczciwej konkurencji i zmianą tej ustawy z 5.07.2002 roku w Polsce jak i w większości innych państw piramidy finansowe są zabronione. Mimo, że jest to wedle prawa zabronione to jednak oszuści wciąż próbują organizować takie nielegalne interesy. Artykuł 24a ustawy o zwalczaniu nieuczciwej konkurencji stanowi, że kto organizuje system sprzedaży lawinowej lub takim systemem kieruje, podlega karze pozbawienia wolności od 6 miesięcy do lat 8. Artykuł 17 stanowi, że organizowanie systemu sprzedaży lawinowej jest czynem nieuczciwej konkurencji. Analizując dalej powyższą kwestię należałoby sięgnąć do Kodeksu cywilnego. Artykuł 405 o bezpodstawnym wzbogaceniu stanowi, że kto bez podstawy prawnej uzyskał korzyść majątkową kosztem innej osoby, obowiązany jest do wydania korzyści w naturze, a gdyby to nie było możliwe, do zwrotu jej wartości. Istotny jest także artykuł 413, według którego, kto spełnia świadczenie z gry lub zakładu, może żądać zwrotu, gdy dane gry lub zakłady były zakazane lub nierzetelne.